In meiner Jugend war CB-Funk noch weit verbreitet. In Castrop-Rauxel gab es verschiedene Funkrunden. Angefangen hatte ich mit einem Handfunkgerät DNT High Tec HT4012, welches ich zu Weihnachten bekam. Fast ein Jahr später zu meinem Geburtstag bekam ich dann eine DNT Coupe CE-40 als Feststation. Meine Mutter erlaubte mir sogar, eine lange Boomerang am Balkon zu installieren. Mein Stiefvater war jedoch nicht davon begeistert, das Antennenkabel durch die gesamte Wohnung zu legen.
Da ich damals im Hochhaus direkt hinter der alten Polizeihauptwache wohnte, war mein CB-Rufname lange Zeit Herta 17/01, welches der offizielle BOS-Funkrufname der Polizei war. Später benutzte ich auch noch Rufnamen wie Defcon, Masterboy und Omega Tiger.
"CB-Funk verbindet!", war damals der Spruch und das stimmte auch. Tatsächlich lernte ich über Funk damals meine erste Freundin kennen und auch meinen damals besten Freund Till, der mich eine Zeit durch meine Jugend begleitete.
Schon als Jugendlicher wollte ich damals die Amateurfunklizenz erwerben. Da ich aber immer dachte, ich hätte nicht genügend technische Kenntnisse (obwohl ich auch in meinen frühen Jahren schon ein Bastler war), schob ich es immer vor mir her.
Angefixt hatte mich dann irgendwann wieder ein ehemaliger Schulkollege Michael (alias Bonzai bzw. Kane), der mir irgendwann einen Funkscanner und ein Amateurfunk-Handgerät schenkte. Gelegentlich funkte ich auf Freenet (2m) und PMR (70cm), hörte aber sehr oft bei den Funkamateuren herein - was übrigens für jedermann erlaubt ist!
Als dann die Corona-Pandemie und somit die Langeweile kam, setzte ich mich hin und lernte für die E-Klasse. Es gibt Apps, die ähnlich mit den Lern-Apps für den Führerschein sind. Kurz vor Ende der Pandemie hatte ich dann tatsächlich simulierte Prüfungswerte von mehr als 90%. Dann verließ mich aber wieder die Lust.
Im Juni 2023 erfuhr ich dann, dass es eine neue Anfängerklasse (N-Klasse) geben wird. Auf 50-Ohm gab es dann eine Lernplattform mit Prüfungssimulation. Ich schaute immer wieder mal rein. Effektiv zu lernen begann ich jedoch erst fast ein Jahr später im Herbst 2024. In nur einem Monat war ich so fit, dass ich mich letztendlich zur Prüfung im November 2024 anmeldete. An meinem Geburtstag schenkte ich mir dann die Amateurfunklizenz Klasse N, welche ich ohne Fehler bestand. Mein erster Funkrufname lautete DN9DRK.
Nach einem halben Jahr begann ich, ebenfalls wieder über die 50-Ohm-Lernplattform das "Update" von Klasse N auf Klasse E zu lernen. Obwohl ich zwischenzeitlich schwer erkrankt war, nahm ich dann im September 2025 ebenfalls bei der BNetzA in Dortmund an der Prüfung zur Klasse E teil. Dadurch erlangte ich auch meinen aktuellen Funkrufnamen DO9DRK.
Der Vorteil an dem jetzigen Modell der Prüfung zum Funkamateur ist die Modularität. Bei der ersten Prüfung erledigt man die Betrieblichen Kenntnisse, die Kenntnisse von Vorschriften und die Technischen Kenntnisse entsprechend der gewünschten Lizenzklasse. Bei jedem "Update" wird man dann nur noch in den Technischen Kenntnissen geprüft.